Computerspieler sollten FDP wählen!

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Die FDP sieht Computerspiele als wichtigen und anerkennenswerten Bestandteil der Jugend- und Freizeitkultur an. Computerspiele gehören zum Leben, zur individuellen Entfaltung der Bürger und zum sozialen und kulturellen Miteinander genauso wie Fernsehen und Musik, Kino und Theater, Tanz und Sport, der Spielplatz und das Freibad.

 

Computerspiele sind weder reine Unterhaltungsmedien noch Zeitvertreib für isolierte Individualisten. LAN-Veranstaltungen etwa fördern das Miteinander und den gesellschaftlichen Austausch. "Spielen" heißt auch "Lernen", Fähigkeiten und Fertigkeiten ausprägen, kreativ sein, nachdenken.

 

Die FDP spricht sich konsequent gegen populistische Verbotsforderungen und einseitige Schuldzuweisungen an Computerspiele und -spieler für gesellschaftliche Fehlstellungen oder individuelles Fehlverhalten aus. Wir wollen keine Verbote und wir werden uns auch in Zukunft gegen weitere Verbote im Bereich der Unterhaltungssoftware einsetzen. Das geltende Recht ist ausreichend. Wir wehren uns gegen die Verteufelung von Computerspielen aus ideologischen oder populistischen Gründen.

 

Computerspiele sind das Produkt enormen kreativen, innovativen und künstlerischen Schaffens. Verbote schränken das kulturelle Leben ein. Darüber hinaus stellen Computerspiele einen wichtigen Wirtschaftsfaktor und eine tragende Säule der Kultur- und Kreativindustrie dar. Computerspiele - das sind auch Investitionen, Arbeitsplätze und Wachstum. Verbote schaden der Volkswirtschaft.

 

Computerspiele sind zunehmend mit dem Internet verbunden - nicht nur bei reinen Online-Spielen. Die FDP setzt sich für ein Internet ohne populistische und nutzlose Sperren oder Zensur ein. Die FDP-Bundestagsfraktion hat - im Gegensatz etwa zu den Grünen - geschlossen gegen das Gesetz von CDU/CSU und SPD zur Einführung der sogenannten Internet-Sperren gestimmt. Multimedia, Online, Internet - für die FDP keine Bedrohungen, sondern vor allem unschätzbarer Reichtum für Information, Kommunikation, Vielfalt, Innovation und nicht zuletzt auch Unterhaltung.

 

Die FDP setzt sich für einen ausgewogenen Jugendschutz ein, der so frei wie möglich von politischer Einflussnahme arbeiten kann. Dieses Prinzip ist durch die "Ko-Regulierung" in der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK) gewährleistet. Die Alterskennzeichnungen werden anhand objektiver Kriterien vergeben, nicht anhand politischer bzw. ideologischer Vorgaben. Eine Alterskennzeichnung der USK verhindert auch eine Indizierung. Daher steht die FDP hinter der USK.

 

Die FDP setzt auf die Stärkung von Medienkompetenz statt auf Verbote und Bevormundung. Diese muss nicht nur bei Kindern und Jugendlichen sondern auch bei Eltern, Lehrern - und Politikern - vorhanden sein. Wenn Eltern sich mit den Interessen und Gewohnheiten ihrer Kinder beschäftigen, benötigen wir auch keinen staatlichen Interventionismus.

 

Wir wollen eine offensive und ehrliche Auseinandersetzung mit unserer Jugend- und Erwachsenenkultur. Wir wollen eine freie Entfaltung dieser Kultur, keine Bevormundung und keine "Geschmacks-Polizei". Eine starke FDP im Deutschen Bundestag ist gut für Computerspieler und gut für Computerspiele. Sie schützt und stärkt die kulturelle, kreative, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereicherung, die Computerspiele bringen. Computerspieler sollten FDP wählen!

Twitter / hansjoachimotto

hansjoachimotto: Und noch ein Symposium - hier zur Sozialpolitik: Informationen, Argumente und Vorschläge der #FDP im Überblick: http://tinyurl.com/yc5tmuw (Mi, 10 Mär 2010)
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hansjoachimotto: Heute DLM-Symposium 2010, Streitgespräch mit Martin Stadelmaier: "Braucht Deutschland eine neue Medienordnung?" http://www.dlm-symposium.de (Mi, 10 Mär 2010)
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